Einleitung zum Start-Up in der Schweiz

Als sog. Start-up-Unternehmen werden junge, innovative Unternehmen bezeichnet, die auf ein besonderes Geschäftsmodell (Geschäftsfeldentwicklung) angelegt sind, nicht selten im Erfolgsfall auf eine Erweiterungsfähigkeit (Skalierbarkeit) und / oder Wiederholbarkeit ihres Geschäftsmodells angelegt sind und neue Absatzmärkte erschließen wollen.

Diese Unternehmen werden heute häufig in folgenden Tätigkeitsbereichen gegründet:

  • Spitzentechnologie
  • Digitale Transformation
  • Sharing Economy

Wichtigste Erfolgsfaktoren und ihre Prioritätenfolge

Erfolgsfaktoren abgetieft

  • Zündende Idee
  • Richtiger Zeitpunkt
  • Klare Marktlücke
  • Genug Kapital
  • Hervorragende unternehmerische Fähigkeiten
  • Überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz
  • Glück des Tüchtigen

ALLGEMEINES

Für jene, die ihre Gründungsaktivität neu starten, beginnen wir beim Grundsätzlichen.

Es ist wichtig, vor einer Abtiefung in die Details, das Allgemeine zu kennen, entsprechend des Prinzips „Vom Allgemeinen zum Besonderen“.

Die Ausführungen zu den Start up-Arten (zB Garagen-Start up wie Apple u.ä.), Start up-Erfolgsfaktoren und zu den Start up-Phasen leiten zu den zentralen Punkten von Idee, Team, Geschäftsmodell, Finanzierung und Timing über.

Aber nun zunächst zu den Grundlagen:

IDEE (INNOVATIVE GESCHÄFTSIDEE)

Die Geschäftsidee ist meistens der auslösende Faktor für ein Start up.

Die „Idee“ ist also der „erste Baustein“ für jede Unternehmensgründung:

  • Ideenfindung
  • Idee > Geschäftsidee
  • Idee > Innovationsmanagement
  • Idee > Prototyp
  • Idee > Markterfolg
  • Idee > E-Business-Ertragsmodelle
    • Einleitung
    • 4 Web-Geschäftsmodelle
    • E-Business-Ertragsmodell
    • E-Business-Ertragsmodell-Elemente

TEAM

Der „zweite Baustein“ ist ein Team zusammenschweissen, welches gleich motiviert und den Willen zum Erfolg hat wie der Gründer bzw. Entrepreneur

  • Kein Start-up ohne reale Arbeit
  • Gesellschafter als Mitarbeiter
    • Einleitung
    • Gesellschafter als Arbeitnehmer
    • Freelancer-Konzept
  • Ehegatte / Lebenspartner als Mitarbeiter
  • Dritte als Mitarbeiter
    • Einleitung
    • Personalsuche
    • Personalauswahl
    • Arbeitsrecht
  • Outsourcing
  • Teamarbeit

BUSINESS MODEL (GESCHÄFTSMODELL)

Der „dritte Baustein“ bildet das Geschäftsmodell“ (Business Model), in welchem die Markt- und Kundenbedürfnisse analysiert und in einem Businessplan berücksichtigt werden:

  • Definition des Geschäftsmodells
  • Ziel des Geschäftsmodells
  • Funktion des Geschäftsmodells
  • Business Model Canvas
    • Definition des Business Model Canvas
    • 9 Bausteine des Business Model Canvas
    • Schablone: Business Model Canvas
    • Muster: Business Model Canvas
    • Design: Business Model Canvas
    • Strategie: Business Model Canvas
    • Prozess: Business Model Canvas
  • Businessplan
  • Skalierbarkeit
  • Lean Startup
  • Design Thinking
  • Sharing Economy / Plattform-Geschäftsmodell
  • Born Global
  • Geschäftsmodell-Software

FINANZIERUNG

Der „vierte Baustein“ bedeutet, die Finanzen“ im Griff haben, d.h. Finanzierungskonzept erarbeiten, Finanzplanung vorbereiten, Bankengespräche führen, ggf. nach Investoren umschauen und insbesondere auf die Liquidität achten:

  • 1×1 der Unternehmensfinanzierung
    • Einleitung
    • Eigenkapital / Fremdkapital
    • Aussenfinanzierung / Innenfinanzierung
    • Finanzierungsaspekte
  • 1×1 der Start up-Finanzierung
    • Unternehmensphasen + Finanzierungsbedarf
    • Investitionskriterien
    • Musterverträge
  • Selbstfinanzierung
    • Einleitung
    • SF durch vorbezogenes PK-Guthaben
    • Gründungskapital
    • SF durch Gewinnrückbehalt
    • SF aus operativem Cashflow
    • Bootstrapping
  • Kreditfinanzierung
    • Einleitung
    • Bankkredite
    • Darlehen
    • Crowdlending
    • Lieferantenkredite
  • Beteiligungsfinanzierung
    • Einleitung
    • Seed Capital
    • Venture Capital
    • Crowdinvesting
    • Business Angels
    • Investoren
  • Mezzanine-Finanzierung
  • Refinanzierungs-Sonderformen
  • Förderung
    • Einleitung
    • Überblick
    • Staatliche Finanzierungsunterstützung
    • Kantonale Finanzierungsangebote
    • Bundesdarlehen und Bürgschaften
    • Mikrokredite
    • Produktentwicklungsbeiträge
  • Cash Management

TIMING

Der „fünfte und wichtigste Baustein“ ist das Timing, d.h. zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und insbesondere die erfolgreiche Idee zu haben und das passende Geschäftsmodell zu besitzen:

  • TIMING

GRÜNDUNG

Für den „richtigen Start“ braucht es stets noch den passenden Rechtsträger (meist eine AG), damit aus der „Vorgesellschaft“ bzw. „Gründungsgesellschaft“ (einfache Gesellschaft, bei der die Gesellschaft unbeschränkt und solidarisch haften) nicht eine „Dauergesellschaft“ (ev. Kollektivgesellschaft) wird:

  • Gründer
    • SOLL-Profil Unternehmensgründer
    • Gründercharakter
    • Ausbildung, Fach- und Branchenkenntnis
    • Gründeralter
    • Gründermotivation
    • Gründerfamilie
    • Unternehmerausbildung
    • Sonnenseiten des Unternehmertums
    • Schattenseiten des Unternehmertums
    • IST-Profil Unternehmensgründer
    • Entscheid in aller Ruhe
    • Exkurs: Restriktionen aus früherem Arbeitsverhältnis
    • Exkurs: Nicht-Schweizer
  • Gesellschaftsgründung
    • Gesellschaftstypen + Rechtsformwahl
    • Rechtsformenübersicht
    • Gesellschaft mit besonderem Steuerstatus
    • Unternehmenssitz + Rechtsdomizil
    • Gründungsvorbereitung
    • Gründung
  • Infrastruktur
    • Einleitung
    • Arbeit
      • Einleitung
      • Kein Start-up ohne reale Arbeit
      • Teamarbeit
      • Freelancer-Konzept
      • Outsourcing
      • Arbeitsrecht
    • Miete
    • Geistiges Eigentum
    • Verträge
    • Marketing
    • Vertrieb
    • Franchising
    • Joint Venture
    • Versicherungen
      • Einleitung
      • Risikoanalyse / Risikomanagement
      • Unternehmens-Versicherungen
      • Privat-Versicherungen
    • ICT-Infrastruktur
    • Buchführung
      • Einleitung
      • Buchführungspflicht
      • Buchführungsregeln
      • Buchhaltungskenntnisse
      • Unterlassung der Buchführungspflicht
      • Buchhaltung selber führen oder outsourcen
      • Auswahl Buchhalter
    • Revision
      • Einleitung
      • Auswahl Revisionsstelle
      • Revisionspflicht + Revisionsvarianten
      • Opting-Out-Arten
      • Gegenstand + Umfang der Prüfung
    • Internationalisierung
    • Prozess

E-GOVERMENT-ANGEBOTE FÜR START UPS

Der Staat ermöglicht KMU und Start ups für ihre Anmeldungen, Gesuche und Behördenkontakt statt eines physischen Behördengangs zur Vereinfachung „digitale Schalter“ zu nutzen:

  • Einleitung
  • KMU-Portal
  • EasyGov
  • Bewilligungsdatenbank

STAATLICHE AUSBILDUNG, WEITERBILDUNG + INFRASTRUKTUR

Der Staat hat ein Interesse an einer Zunahme der nationalen Gründungsaktivitäten durch die wegen ihrer vorteilhaften wirtschaftlichen Verhältnisse eher gründungsträgen Schweizer Bevölkerung und unterstützt diese daher mit Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Infrastrukturangeboten:

  • Kantonale Förderangebote
    • Kantonale Beratungsangebote
    • Kantonale Ausbildungsangebote
    • Kantonale Infrastrukturangebote
  • Bundesangebote
    • Start up-Unterstützung
    • Take-off Programm
    • Wissens- + Technologie-Transfer (WTT)
    • Innovationspark
    • Nationale Regionalpolitik
    • Unterstützung Hochschul-Spin-offs
    • Exportförderung
    • Swissnex-Unterstützung

UMSTRUKTURIERUNG / SCHEITERN

Die substanzarmen Start ups und Jungunternehmen sind bei einer Fehlentwicklung schnell am Anschlag und müssen wieder zurück auf die richtige Spur gebracht werden. Dies erfordert Restrukturierungswissen, Unterstützung, Geld und Zeit. Meistens kommen die Jungunternehmer in den beiden nachgenannten Phasen nicht um externen Rat und Unterstützung umhin:

  • Krisensymptome / Krisenfrüherkennung
  • Start up-Restrukturierung
  • Start up-Sanierung
  • Unternehmensliquidation / Konkurs
  • Start up-Scheitern / Gründe

STEUERN

Auch beim Start up spielen – wie im sonstigen Leben – die Steuern hinein. Es kann nicht schaden, wenn sich der Gründer rechtzeitig mit dem Steuerthema befasst:

  • Steuern Allgemein
  • Besteuerung Einzelfirma / Personalgesellschaften
  • Besteuerung Kapitalgesellschaften
  • Mehrwertsteuer (MWST)
  • Steuern Start ups
  • Steuern Business Angels
  • Beizug Steuerberater

BERATER / EXPERTEN / SERVICES

Einerseits kann der Gründer nicht alles wissen und anderseits sollte er sich mit seinen Kernaufgaben des Unternehmensaufbaus befassen können. Berater und Experten können ihn nicht nur entlasten, sondern ihm auch den Weg in Themen weisen, in denen er keine Erfahrung hat:

  • Wirtschaftspartner
  • Start up-Coaching
  • Gründeranlaufstellen
  • Start up-Ausbildung / -Weiterbildung
  • Start up-Events
  • Start up-Netzwerke
  • Start up-Wettbewerbe
  • Start up-Investoren
  • Start up-Finanzierer
  • Wissens- + Technologie-Transferstellen (WTT)
  • Cluster-Initiativen
  • Internet-Plattformen
  • Start up-Tools
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