Anwalt

Man weiss es: Die Hemmschwelle eine Anwaltskanzlei zu betreten, ist gross. Viele Rechtsunkundige und Beratungsbedürftige gehen so ungern zum Anwalt wie zum Arzt.

Es lohnt sich, sich intensiv mit der Anwaltsauswahl zu befassen:

  • Wirtschaftsanwalt
    • Wählen Sie einen Rechtsanwalt, der die Sorgen des Unternehmertums kennt und den Sie als Sparringpartner nutzen können und sollten
  • Anwaltswechsel vermeiden
    • Ein Anwaltswechsel, der übrigens jederzeit möglich ist, kostet den Klienten immer Geld (Einarbeitung des Nachanwalts etc.) und verursacht unerwünschte Signale an die Gegenpartei.

Daher einige offene Worte in der für Laien schwierigen Thematik:

Kein Anwaltszwang

In der Schweiz besteht kein Anwaltszwang. Jeder kann selber Verträge verfassen oder prüfen und jeder kann seine eigenen Interessen vor Gericht vertreten.

Pflicht des Anwalts, keine aussichtslosen Angelegenheiten zu vertreten

Der Anwalt hat Sie darüber aufzuklären, wenn er ein Engagement in der fraglichen Sache nicht erfolgversprechend und / oder unökonomisch beurteilt.

Gute Vorbereitung

  • Zur Beratungssache
    • Eigene nähere Befassung mit dem Problem, sofern und soweit nicht bereits erfolgt
      • Betriebswirtschaftlich
      • finanziell
      • rechtlich
    • Referenzen über Rechtsanwälte einholen
    • Im Internet recherchieren, welche Anwälte zum interessierenden Thema publizieren bzw. Websites im Netz haben
  • Zu den Zielen
    • Will man eine Problemlösung
    • Will man das Problem einfach an den Anwalt übergeben und nichts mehr damit zu tun haben
    • Will man nur hören, dass man recht hat (und der andere im Unrecht ist)
  • Zur eigenen Person

Auswahl des Anwalts

Bedarfsbezogene Unterstützung

Outsourcing (Legal Outsourcing)

  • Fehlende Kompetenz
    • Es kann zweckmässig sein, bestimmte Rechtsthemen an eine fachkundige Anwaltskanzlei auszulagern
  • Kapazitäten, Tempo und Kosten
    • Wichtigkeit des Themas für das Unternehmen, fehlende Fach- und Rechts-Kompetenz, Ineffizienz der Anstellung eines Inhouse legals und ein geringer Anfall entsprechender Rechtsfälle etc. können die externe Vergabe rechtfertigen und womöglich günstiger machen als Eigenbetreuung
  • Weitere Detailinformationen zum Legal Outsourcing
  • Weitere Detailinformationen zu Rechtsdienstfragen

Prozessführung

  • Auslegeordnung und Prozesschancenbeurteilung
    • Bei der Prozessführung kommt es immer darauf an, ob man in der sogenannt „besseren Position“ ist.
  • Strategie und Taktik
    • Strategie, Taktik, Akribie und Fleiss können zum Prozesserfolg helfen
  • Klienten müssen bei der Stange bleiben
    • Klienten müssen mithelfen und bereit sein, ohne Aufwandbegrenzung alle Sachverhaltsaspekte offenzulegen und Akten bzw. Beweismittel zu beschaffen
  • Entscheidungsgewalt der Gerichte
    • Auch wenn man vom Standpunkt im Recht zu sein, beseelt ist und alles gibt, hat das Gericht das „letzte Wort“
    • Beim Prozessieren muss man sich stets folgendes Schlagwort vor Augen halten: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“
  • Wer sich vorbereiten will, werfe einen Blick in:

Damit das Anwaltsmandat ein Erfolg wird …

  • Eine Anleitung
  • Coaching als Losung
    • Vorgehensberatung, zum selber machen
    • Ein guter Anwalt denkt auch betriebswirtschaftlich
    • Ständige Rechtsbegleitung ist meist günstiger als man denkt und gewährt – ähnlich einer Versicherung – Sicherheit und Schutz, auch wenn Anwälte keine Wunderbewirken können (sie haften kraft Auftragsrecht (nur) für Sorgfalt und nicht für Erfolg)
  • Navigator-Funktion als Folgeberatung
    • Punktuelle Inanspruchnahme des Anwalts, um auf dem Weg zu bleiben
  • Kostensteuerung
    • Vorbereitung bevor man zum Anwalt geht
      • Information im Web
      • Bürgi Nägeli Rechtsanwälte stellt daher viele Information ins Netz, weil vorbereitete Kunden besser und günstiger beraten werden können
    • Etappenweises Vorgehen
    • Kostenvoranschlag verlangen
    • Strategiekontrolle
    • Es braucht nicht immer ein Full Service
    • Der Kunde kann den Aufwand selber steuern, in dem er zumindest die Aktenbeschaffungen oder gewisse Abklärungen selber vornimmt; das Kostenbewusstsein seines Anwalts bemerkt man dadurch, dass er einem partielle Selbsterledigung anbietet
  • Frühzeitig zum Anwalt gehen
    • Früher Beizug des Anwalts hilft
      • bei Vertragsverhandlungen und der Vertragsredaktion klare Verhältnisse zu schaffen
      • überflüssige Prozesse zu verhindern
      • unvermeidbare Prozesse zu gewinnen
    • Nicht zum Anwalt gehen (no go), kann bedeuten, dass
      • man am falschen Ort sparen wollte
      • die Kosten eines zu schlechten Konditionen oder ungeschickt redigierten Vertrages teurer zu stehen kommen als die Anwaltskosten für eine Beratung
    • Aber auch zu spät zum Anwalt gehen können verspielte Chancen sein
      • zB wenn der Vertrag bereits fertig verhandelt ist und der Anwalt das Rad nicht nochmals zurückdrehen kann
      • zB erst nachdem die Gegenpartei das Gericht angerufen hat
      • zB erst während laufender Gerichtsfrist
    • Das Schlimmste: Zu spät zum Anwalt gehen + Unterliegensrisiko
      • Doppeltes Risiko: Prozessunterliegen oder teure Einigung plus Anwaltskosten
      • Oft selbst verschuldete Beurteilung, der Anwalt kostet eh nur und bringt nichts

Weiterführende Informationen

 

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